Ratgeber, mit Zahlen statt Meinung
Wie lange das
wirklich dauert
Die ehrliche Antwort besteht aus zwei Teilen, und der zweite ist der wichtigere. Ein abgegrenzter erster Umfang ist typischerweise in zwei bis vier Wochen in Produktion. Und die Dauer hängt fast nie an der Programmierung, sondern an drei anderen Dingen, die man vorher benennen kann.
Was tatsächlich in Tagen möglich ist
Ein klar beschriebener Baustein in einem bestehenden System kann sehr schnell gehen. Ein reales Beispiel: ein Modul, das während eines Kundengesprächs angefragt wurde, lief am nächsten Tag in Produktion, mit 54 von 54 grünen Tests. Das ist kein Normalfall, aber es ist auch kein Zufall: es geht dann, wenn das System schon steht, die Anforderung eindeutig ist und niemand auf eine Freigabe warten muss.
Die drei echten Bremsen
Erstens: Zugänge. Kein Projekt ist je an einer Programmiersprache gescheitert, viele an der Frage, wer das Passwort für das ERP hat und wer die Freigabe erteilt. Zweitens: Datenqualität. Wenn dieselben Kunden in drei Systemen unterschiedlich geschrieben stehen, ist das Zusammenführen die eigentliche Arbeit. Drittens: Entscheidungen. Jede Frage, die nur Sie beantworten können und die drei Tage liegen bleibt, verlängert das Projekt um drei Tage. Was ich dagegen tue: Fragen werden gesammelt und gebündelt gestellt, nicht einzeln über die Woche verteilt.
Woran Sie ein unrealistisches Angebot erkennen
An einem Zeitplan ohne Puffer für Datenübernahme. An einem Festpreis, der ohne Blick in Ihre echten Systeme zustande kam. Und an dem Wort „danach", wenn es um Tests und Betrieb geht. Wenn Testen und Überwachung erst nach dem Livegang kommen sollen, sind sie nicht eingeplant, sondern gestrichen, und Sie zahlen die Differenz später im laufenden Betrieb.
Wie ein realistischer Ablauf aussieht
Woche null: kostenlose Analyse, drei Minuten Telefon, danach schriftlich in 72 Stunden. Dann optional das Audit mit Zugang zu den echten Systemen, etwa eine Woche, danach steht ein Festpreis. Dann der Sprint mit festem Umfang, zwei bis vier Wochen bis produktiv, Schlussrechnung erst wenn es läuft. Danach entweder Ruhe oder laufender Betrieb, monatlich kündbar. Kein Schritt verpflichtet zum nächsten.
Fragen, die dabei aufkommen
Können mehrere Abläufe parallel gebaut werden?
Technisch ja, sinnvoll selten. Der erste Ablauf klärt immer Fragen, die den zweiten billiger machen, deshalb ist nacheinander meist schneller als gleichzeitig. Und der erste Ablauf soll bewusst der sein, der am meisten kostet, nicht der einfachste.
Was, wenn sich mitten im Projekt die Anforderungen ändern?
Kleine Änderungen gehören dazu und werden gemacht. Eine Änderung, die den Umfang wirklich verschiebt, wird als solche benannt und getrennt bepreist, damit der Festpreis ein Festpreis bleibt und wir nicht in ein Nachtragsgespräch rutschen.
Wie viel Zeit kostet das uns intern?
Wenig, aber nicht null. Realistisch: drei Minuten für den ersten Anruf, etwa zwei Stunden verteilt für Zugänge und Rückfragen während des Audits, und dann pro Woche eine kurze Rückmeldung. Wer das mit null angibt, hat das Projekt noch nicht gemacht.
Was passiert am Tag des Livegangs?
Gestaffelt, nicht auf einen Schlag. Erst ein Probelauf ohne Wirkung, dann ein Teil des echten Volumens, dann alles. Und der alte Weg bleibt so lange verfügbar, bis der neue nachweislich trägt.
Was es kostet, wenn Sie es bauen lassen
Die Preise stehen offen auf der Seite: kostenlose Analyse, Audit 490 €, Build-Sprint ab 6.900 € Festpreis, Betrieb ab 2.900 € im Monat. Die ausführliche Aufschlüsselung steht hier, samt der vier Faktoren, die den Preis wirklich treiben.
Wie schnell könnte es bei Ihnen gehen?
Das hängt an Ihren Systemen, nicht an einer Pauschale. Die kostenlose Analyse benennt Ihre drei größten Zeitfresser, was jeder kostet und welcher davon sich zuerst lohnt. In 72 Stunden, schriftlich.
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