Ratgeber, mit Zahlen statt Meinung
Ihre Anzeigen sind
vielleicht gar nicht tot
Bevor Sie ein Budget streichen, lohnt sich eine Frage, die überraschend selten gestellt wird: Messen Sie überhaupt, was Sie glauben zu messen? In einem konkreten Fall stand im Konto ein einziger Lead im Zeitraum. Tatsächlich waren es 355. Der Unterschied hing an einer falsch verknüpften Zuordnung, nicht an den Anzeigen.
Die fünf häufigsten Ursachen
Erstens: das Ereignis feuert auf der falschen Seite, etwa beim Aufruf des Formulars statt beim Absenden. Zweitens: die Zuordnung im Werbekonto zeigt auf ein anderes Ereignis als das, das ausgelöst wird. Drittens: der Einwilligungsdialog blockiert die Messung, und niemand hat geprüft, wie viel dadurch fehlt. Viertens: doppelte Zählung, weil zwei Werkzeuge dasselbe Ereignis melden. Fünftens: die Weiterleitung nach dem Absenden verliert die Kennung, an der die Zuordnung hängt.
Wie man es in einer Stunde prüft
Nicht im Dashboard, sondern an der Quelle. Sie öffnen die Seite, füllen das Formular aus und schauen im Netzwerkverkehr nach, welche Anfrage tatsächlich rausgeht und mit welchem Ereignisnamen. Dann vergleichen Sie diesen Namen mit dem, auf den die Kampagne optimiert. In der Mehrheit der kaputten Setups liegt der Fehler genau in dieser Zeile. Danach zählen Sie die tatsächlichen Anfragen in Ihrem System und stellen sie den gemeldeten gegenüber. Die Lücke ist Ihre Antwort.
Warum das teurer ist als jede Anzeigenoptimierung
Eine kaputte Messung kostet Sie nicht nur die falsche Zahl. Sie führt dazu, dass die Plattform auf ein falsches Ziel optimiert, dass Sie funktionierende Kampagnen abschalten und nicht funktionierende hochskalieren. Der Fehler multipliziert sich mit Ihrem Budget. Deshalb ist die Prüfung der Messung der günstigste Hebel, den es im bezahlten Marketing gibt, und fast immer der erste, den ich in einer Analyse vorschlage.
Was danach kommt
Wenn die Messung stimmt, wird die nächste Frage interessant: welche Anfragen wurden am Ende Kunden. Dafür muss die Herkunft mit der Anfrage mitreisen, bis in Ihr System hinein. Das ist wenig Arbeit, wenn man es beim Bauen mitdenkt, und teuer, wenn man es später nachrüstet.
Fragen, die dabei aufkommen
Wir haben eine Agentur, die das doch machen müsste.
Meistens macht sie es auch. Prüfen lässt es sich trotzdem in einer Stunde, und die Frage „auf welches Ereignis optimiert die Kampagne und wo genau feuert es" ist völlig legitim. Wenn darauf keine klare Antwort kommt, haben Sie Ihre Antwort.
Wie viel gehen uns durch den Einwilligungsdialog verloren?
Das hängt an Ihrem Publikum und lässt sich messen, indem Sie die Anfragen in Ihrem eigenen System den gemeldeten gegenüberstellen. Wichtig: es gibt Wege, diese Lücke zu verkleinern, und es gibt Wege, die rechtlich fragwürdig sind. Ich benenne beide und empfehle nur den ersten.
Lohnt sich serverseitige Messung?
Wenn Ihr Volumen groß genug ist, ja, weil sie stabiler gegen Browser-Einschränkungen ist. Sie ersetzt aber die Einwilligung nicht, und wer sie Ihnen als Weg an der Einwilligung vorbei verkauft, bringt Sie in eine Lage, die Sie nicht wollen.
Was kostet die Prüfung?
Als Teil der kostenlosen Analyse nichts. Wenn dabei ein größerer Umbau herauskommt, steht dafür ein Festpreis im Angebot, und Sie entscheiden danach.
Was es kostet, wenn Sie es bauen lassen
Die Preise stehen offen auf der Seite: kostenlose Analyse, Audit 490 €, Build-Sprint ab 6.900 € Festpreis, Betrieb ab 2.900 € im Monat. Die ausführliche Aufschlüsselung steht hier, samt der vier Faktoren, die den Preis wirklich treiben.
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