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Ratgeber, mit Zahlen statt Meinung

Individualsoftware-Agentur
richtig auswählen

Der Markt für Individualsoftware ist unübersichtlich, weil fast alle dasselbe sagen und die Preise erst im Gespräch genannt werden. Sieben Fragen trennen ein belastbares Angebot von einem, das Sie in zwei Jahren teuer zu stehen kommt, und keine davon ist der Preis. Diese Seite ist von jemandem geschrieben, der selbst Individualsoftware baut, und sie nennt deshalb auch die Fälle, in denen Sie besser keine beauftragen.

Sie wollen wissen, was das bei Ihnen kostet?

Ich rechne Ihnen die drei groessten Zeitfresser durch, in Stunden und Euro. Kostenlos, schriftlich, in 72 Stunden.

Kein Newsletter, keine Sequenz. Sie behalten die Analyse in jedem Fall.

Tim Muenzel

Tim Muenzel

baut und betreibt die Systeme selbst

Frage eins: Wem gehört am Ende der Code?

Die wichtigste Frage und die, bei der die Antworten am weitesten auseinandergehen. Belastbar ist nur: Ihr Repository, Ihre Datenbank, Ihre Cloud-Konten, von Tag eins an, nicht bei Projektabschluss. Wer Ihnen anbietet, alles bei sich zu betreiben und Ihnen Zugang zu geben, verkauft Ihnen eine Abhängigkeit mit Kündigungsfrist. Fragen Sie konkret, auf welchem Konto die Datenbank liegt und wer sie im Zweifel abschalten kann.

Frage zwei bis vier: Wer baut, wer betreibt, wer haftet für Fehler?

Wer verkauft, ist selten wer baut, und wer baut, ist selten wer betreibt. Lassen Sie sich die Namen geben. Fragen Sie außerdem, wie Sie von einem stillen Fehler erfahren: nicht von einem Ausfall, sondern von einem Ablauf, der einfach nicht mehr läuft, ohne dass jemand eine Meldung bekommt. Wenn die Antwort ist, dass Sie sich melden sollen, ist Betrieb nicht eingeplant, sondern gestrichen, und Sie zahlen die Differenz später.

Frage fünf bis sieben: Festpreis, Datenübernahme, Ausstieg

Ein Festpreis ohne Blick in Ihre echten Systeme ist geraten, und geratene Festpreise werden über Nachträge korrigiert. Fragen Sie, wie viel Aufwand für die Übernahme Ihrer bestehenden Daten eingeplant ist, denn das ist bei fast jedem Projekt der größere Teil und wird in Angeboten regelmäßig verschwiegen. Und fragen Sie, was passiert, wenn Sie nach einem Jahr aufhören wollen: Wenn darauf keine ruhige, konkrete Antwort kommt, wissen Sie genug.

Agentur, Freelancer oder Einzelner: was wann passt

Eine Agentur passt, wenn Sie mehrere Gewerke gleichzeitig brauchen und Ausfallsicherheit wichtiger ist als Tempo. Der Preis dafür ist Reibung: Ihr Anliegen geht durch Projektleitung, wird übersetzt und kommt teilweise anders zurück. Ein einzelner Ingenieur passt, wenn der Umfang klar abgrenzbar ist und Sie direkt mit der Person sprechen wollen, die baut. Der ehrliche Nachteil steht daneben: eine Person hat keine Vertretung. Die Antwort darauf ist keine Zusage, sondern die Bauweise aus Frage eins.

Wann Sie gar keine beauftragen sollten

Wenn Ihr Ablauf mit einem fertigen Werkzeug abgedeckt ist, wenn er selten läuft, oder wenn ein Fehler darin nur ärgerlich und nicht teuer ist. Dann kaufen Sie ein Werkzeug oder lassen es, wie es ist. Ich sage das, obwohl ich Individualsoftware verkaufe, weil ein Projekt, das nicht hätte sein müssen, danach mein Projekt ist und niemandem nützt.

Die Größenordnungen, damit Sie Angebote einordnen können

Keine Preisliste eines fremden Anbieters, sondern die veröffentlichten Zahlen dieser Seite als Maßstab:

Analyse vorab kostenlos, schriftlich, in 72 Stunden
Audit mit Zugang zu Ihren Systemen 490 €, wird auf den Sprint angerechnet
Erster abgegrenzter Umfang ab 6.900 € Festpreis, 50 % bei Start
Schlussrechnung erst wenn das System in Produktion läuft
Laufender Betrieb ab 2.900 € im Monat, monatlich kündbar
Eigene Stelle als Alternative weit über 70.000 € im Jahr, jedes Jahr wieder

Wenn ein Angebot deutlich darunter liegt, fragen Sie, was an Betrieb, Tests und Datenübernahme nicht enthalten ist. Wenn es deutlich darüber liegt, fragen Sie, wie viele Personen zwischen Ihnen und dem Code sitzen.

Fragen, die dabei aufkommen

Was kostet Individualsoftware im Mittelstand?

Ein abgegrenzter erster Umfang liegt üblicherweise im mittleren vierstelligen bis unteren fünfstelligen Bereich. Alles darunter deckt selten Tests, Betrieb und Datenübernahme mit ab. Die vollständige Aufschlüsselung mit den vier Faktoren, die den Preis wirklich bewegen, steht auf der Preisseite.

Wie lange dauert ein erstes Projekt?

Zwei bis vier Wochen bis zum produktiven Betrieb für einen klar abgegrenzten Umfang. Verzögerungen entstehen fast nie beim Programmieren, sondern bei Zugängen, Freigaben und Datenqualität im eigenen Haus.

Woran erkenne ich ein unrealistisches Angebot?

An einem Festpreis ohne Blick in Ihre Systeme, an einem Zeitplan ohne Puffer für die Datenübernahme, und daran, dass Tests und Überwachung erst nach dem Livegang kommen sollen. Wenn sie danach kommen, sind sie nicht eingeplant.

Können wir klein anfangen?

Das ist der einzige Weg, den ich empfehle. Ein abgegrenzter erster Umfang, produktiv in zwei bis vier Wochen, und danach entscheiden Sie mit echten Erfahrungen statt mit einer Präsentation.

Was passiert, wenn wir den Anbieter wechseln wollen?

Bei sauberer Bauweise verlieren Sie einen Dienstleister, nicht Ihr System: Code, Datenbank und Cloud-Zugänge laufen auf Ihren Konten, dokumentiert, mit gängiger Technik. Jeder fähige Entwickler kann übernehmen. Genau deshalb ist Frage eins die wichtigste.

Was es kostet, wenn Sie es bauen lassen

Die Preise stehen offen auf der Seite: kostenlose Analyse, Audit 490 €, Build-Sprint ab 6.900 € Festpreis, Betrieb ab 2.900 € im Monat. Die ausführliche Aufschlüsselung steht hier, samt der vier Faktoren, die den Preis wirklich treiben.

Bevor Sie Angebote einholen: die Zahlen kennen

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